Rugby ist nicht für Jedermann, aber für uns ist es das einzig Wahre! Sollen die Anderen doch heulen!

Rugby- Warum also Rugby?

Bin ich schon oft gefragt wurden, meistens hab ich die gleiche und sehr männlich-machohafte Antwort gegeben: Weil es ein echter Männersport ist! Aber ist das auch so? Und vor allem, ist das wirklich der Grund warum ich mich Woche für Woche von den anderen Männern in der Mannschaft und von den Gegnern verkloppen lasse, meine Samstagabende regelmäßig in der Notaufnahme verbringe und warum ich nach dem Training nur noch Ibuprofen nehmen und schlafen will? In Zeiten eines Christiano Ronaldo, David Beckham, und anderen metrosexuell-anmutenden Schönheiten im Fußball, von minutenlangen hin-und her-Rollen und Behandlungen nach „Aber-Schiri-er-hat-mich-wirklich-ganz-gemein-geschubst“ –Aktionen, und aufstrebenden Männersportarten wie rhythmischer Sportgymnastik und Bauch-Oberschenkel-Po-Kursen…nun, da muss ich wohl sagen: Ja! Rugby ist und bleibt ein Sport für Männer! Für Männer die keine Angst vor Schmerzen haben, die sich körperlich mit ihrem Gegner messen wollen, die Seite an Seite mit ihrem Team gegen noch so starke Gegner antreten, die auf dem Feld hart, aber außerhalb Gentlemen sind, die vom Gegner nach einem hartem Tackle eine helfende Hand entgegen gestreckt bekommen um aus dem Matsch aufzustehen, und für Männer, die echten fairen Sport lieben und zu schätzen wissen.

 

Rugby ist nicht für Jedermann, aber für uns ist es das einzig Wahre! Sollen die Anderen doch heulen!


Rugby ist ein harter Sport mit hohen Anforderungen an die Fairness der Spieler, den Respekt untereinander.

Ich habe angefangen Rugby zu spielen, weil mich die Intensität des Spiels beim ersten mal als ich es gesehen habe, gefesselt hat. Rugby ist ein schnelles, dynamisches Spiel. Es fordert einen hohen Tribut von ausführenden Akteuren, sowohl in physischer als auch in psychischer Sicht. Ziel ist es unter Aufbringung aller körperlichen Kräfte einen Ball in das gegnerische Malfeld, welches sich am Ende eines fußballähnlichen Spielfeldes befindet, zu tragen. Dabei darf der Balltragende Spieler durch ein Tackling gestoppt werden. Das macht Rugby zu einem Kontakt- bzw. Kollisionssport. Man könnte es auch als Mannschaftskampfsport bezeichnen. Von jedem der 15 Spieler wird erwartet das er sich vollständig der Mannschaft und ihren Zielen unterordnet. Nur das Zusammenwirken aller Akteure auf dem Feld führt zum Erfolg. Auf dem Rasen wälzen nach Kontakt, das Anrufen des Schiedsrichters nach vermeintlichen Fehlverhalten des Gegners und auch Diskussionen mit dem Schiri sind verpönt und werden nicht toleriert. Rugby ist ein harter Sport mit hohen Anforderungen an die Fairness der Spieler, den Respekt untereinander. Den Gegner stoppen, aber nicht verletzen, die Anordnung des Referees sofort umsetzen und achten. Die eigene Persönlichkeit tritt hinter dem Spiel zurück. Prinzessinnen können sich beim Fußball ausheulen.

Für die Zuschauer ist Rugby aufgrund des hohen Spieltempos, dem kontinuierlichen Charakter und dem gezeigten Sportsgeist durch die Spieler attraktiv. Die Rugbyweltmeisterschaft ist nach den Olympischen Spielen und der Fußballweltmeisterschaft, das drittgrößte Sportereignis (auch nach Einschaltquoten) der Welt. Deutschland ist weiterhin ein weißer Fleck auf der Rugbylandkarte, bietet somit große Wachstumschancen, entsprechende Vermarktung voraus gesetzt. In der sportlichen Monokulturlandschaft Deutschland braucht es einen 2. großen Mannschaftssport der nicht in der Halle stattfindet.


"It's a hooligans sport played by gentlemen"

"It's a hooligans sport played by gentlemen". Für keinen anderen Sport gilt dies so sehr wie für Rugby. Auf dem Feld ist es manchmal hart und schmerzt. Rugby ist ein Kontaktsport und ein ums andere Mal muss man sich überwinden in eben diesen Kontakt zu gehen. Tut man es nicht, muss ein anderer für mich gerade stehen. Ich weiß, dass gerade beim Rugby dies jeder meiner 14 Mitspieler tun würde, aber ich will niemanden im Stich lassen. Aber gerade diese Überwindung ist es, die mich so faszieniert! Obwohl man weiß, dass es gleich sehr weh tun kann, denkt man nicht wirklich an den Schmerz und sucht den Kontakt. Man versucht jedes Mal aufs neue über sich hinaus zu wachsen, für sich selbst und seine 14 anderen Jungs auf dem Platz! Beim Rugby gibt es für jeden Menschen Platz. Wir haben in unserem Team Spieler, die 1,68m aber auch welche die 1,93m groß sind. Es gibt für jeden Spieler eine Position, egal ob dick, dünn, klein oder groß.

Ein großer Unterschied zu vielen anderen Sportarten besteht darin, dass es nicht nur unter den Spielern fair zugeht, sondern auch das Verhältnis zum Schiedsrichter ist gezeichnet von Respekt. Grundsätzlich ist es nur dem Teamcaptain gestattet, mit ihm zu sprechen. Ein Schiri anschreien gibt es nicht und ist verpöhnt.

Egal wie hart das Spiel ist, danach stehen 31 Freunde auf dem Platz, denn jeder einzelne weiß, was die restlichen 30 in den vergangenen 80 Minuten geleistet haben.